Buch schreiben mit KI: So nutzt du künstliche Intelligenz sinnvoll für dein Buchprojekt

Beitrag teilen:

Buch schreiben mit KI

Buch schreiben mit KI: So nutzt du künstliche Intelligenz sinnvoll für dein Buchprojekt

Wer aktuell darüber nachdenkt, ein Buch zu schreiben, kommt an einem Thema kaum vorbei: Künstliche Intelligenz. Es ist der heiße Scheiß – ich weiß. Kaum ein Tag vergeht ohne neue Versprechen. Schreibe dein Buch schneller. Erstelle Kapitel auf Knopfdruck. Lass dir komplette Texte generieren. Manchmal klingt es sogar so, als hätte die KI als „Heilige Gral des Buchschreibens“ endlich alle Schreibprobleme gelöst.

Eines vorweg: Ich bin im Grunde meines Herzens ein großer Fan der KI, aber an dem Punkt, KI würde jetzt alles easy-peasy machen, werde ich skeptisch. Heute möchte ich dir zeigen, wo KI für mich ein echter Segen bei einem Buchprojekt ist, aber auch, wo sie dazu beiträgt, dass so manches völlig leblose Zombi-Buch das Licht des Buchmarktes erblickt.

Ich nutze KI selbst regelmäßig und ich halte wenig davon, Entwicklungen zu verteufeln, nur weil sie neu sind. Beim Schreiben eines Buches geht es in meiner Welt allerdings gar nicht so sehr darum, „nur schnell“ 200 Seiten mit Text zu füllen. Ich begleite meine Kundinnen so dabei, dass sie ein Expertinnen-Buch schreiben, das sie unterstütz ihr eigenes Business ohne großes Marketinggeschrei voranzubringen. Daher kostet es für Erstautorinnen bei der Planung eines Buch-Projektes häufig überraschend viel mehr Energie vorab zu klären:

• Welche Rolle soll das Buch in meinem Business spielen?
• Welche Positionierung steckt dahinter?
• Was möchte ich wirklich sagen?
• Für wen schreibe ich?

Der Einsatz von KI wird an dieser Stelle immer dann problematisch, wenn Menschen sie als Abkürzung nutzen. Und ja – es ist ein schmaler Grat aufmerksam zu bleiben, wann die KI mir eine Arbeitserleichterung ermöglicht und wann sie auf den ersten Blick eine Abkürzung bietet, die mich später wieder in den Hintern beißt.

Buch schreiben mit KI: Warum kritisches Denken trotzdem deine Aufgabe bleibt

Beim Buchschreiben liegt die eigentliche Arbeit nicht im Tippen und Seiten füllen, sondern im Nachdenken und sorgfältigen Planen deines Buches. Und genau das geht bei der unbedachten Nutzung von KI schnell verloren.

Was aktuelle Studien über KI und Schreibkompetenz zeigen

Erste Forschungsergebnisse weisen schon jetzt darauf hin, dass zu viel KI-Nutzung mit einem Rückgang von kritischem Denken und eigenständigem Schreiben zusammenhängen kann, vor allem wenn man das Nachdenken an die KI auslagert. Eine MIT-Studie berichtete sogar, dass starke Abhängigkeit von ChatGPT beim Schreiben mit geringerer neuraler Aktivität, schwächerem Erinnerungsvermögen und reduzierter Eigenleistung einherging. 

Warum Expertise für Autorinnen nicht von ChatGPT erzeugt werden kann

In meiner Arbeit mit selbständigen Frauen geht es eben nicht nur darum, am Ende ein Buch in den Händen zu halten. Der ganze Prozess geht viel tiefer und beinhaltet auch das Schärfen der eigenen Expertise, das Finden der konkreten Positionierung und auch häufig das erste Mal systematische Ordnen der eigenen Gedanken zur persönlichen Expertise. Und diesen Prozess kann die KI gar nicht für dich übernehmen!

Ich bin nicht gegen künstliche Intelligenz beim Buch schreiben, aber…

Ich gehöre auf keinen Fal zu den Menschen, die sagen, „Ein Buch muss komplett ohne KI geschrieben werden!“. Das wäre realitätsfremd und auch dumm in der heutigen Zeit. Ich selbst nutze KI selbstverständlich und regelmäßig im Alltag. Aber eben als:
• Sparringspartner
• Strukurierungshelfer
• Ideengeber
• Rechercheunterstützung

Und deutlich weniger als:
• Textersteller
• Ersatz für eigene Gedanken

Wo KI für Autorinnen wirklich hilfreich ist

Gerade in der Konzeptionsphase ist die KI ein wertvolles Tool geworden. Um den Schreibprozess möglichst klar und einfach zu halten, ist gerade die saubere Planung des Buchkonzeptes vorab super wichtig. Darum sehe ich den Einsatz der KI bei einem Buchprojekt als besonders nützlich bei diesen Schritten:

1. Buchidee mit KI prüfen

  • Welche Zielgruppen kommen in Frage?
  • Welche Blickwinkel fehlen noch?
  • Welche Fragen könnten die Lesenden haben?
  • Welche Konkurrenzbücher gibt es?
  • Welche Zielgruppe hat Verlag XY?

Das beschleunigt deine Konzeptionsphase enorm!

2. Buchstruktur und Kapitelplanung mit KI entwickeln

  • Ideen sortieren
  • Themen clustern
  • Kapitelideen entwickeln
  • Alternative Strukturen Vorschlagen
  • Lücken sichtbar machen

Die finalen Entscheidungen bleiben jedoch immer bei der Autorin selbst.

3. Texte mit KI überarbeiten

  • Wo ist etwas unklar?
  • Wo wiederhole ich mich?
  • Welche Argumente fehlen?
  • Wo weiche ich von meiner Struktur ab?
  • Wo könnten die Lesenden abspringen?

Die KI übernimmt für hier in etwas die Funktion einer ersten Testleserin.

4. KI für Marketing und Content-Recycling

Ein Buch ist nicht nur ein Produkt und ein Haken auf der Bucket-List, sondern auch ein langlebiges Marketingtool für dein Business. Damit du es auch möglich einfach als solches nutzt und damit das Maximum für deine Sichtbarkeit herausholst, hilft dir die KI dabei:

  • Blogartikel aus Buchkapiteln ableiten
  • LinkedIn-Posts entwickeln
  • Newsletter-Ideen sammeln
  • Content-Serien planen
  • SEO-Fragen recherchieren

 Die KI hilft die dabei, deinen bereits vorhandenen Content aus dem Buch für deine unterschiedlichen Sichtbarkeitskanäle zu recyceln.

Lies dazu gerne auch diesen Beitrag: Dein Buch als Contentquelle für 12 Monate! 

Grafik: Buch schreiben mit KI

Buch schreiben mit KI: Nutze künstliche Intelligenz als Denkpartner, nicht als Antwortmaschine

KI kann dir also ganz hervorragend dabei helfen, dein Buch besser zu planen, zu strukturieren und zu vermarkten. Wenn sie dir aber abnehmen soll herauszufinden, wofür du stehst, welche Erfahrungen du gemacht hast, welche Ziele du verfolgst und welche Botschaften du in die Welt tragen willst, dann wird es im wahrsten Sinne des Wortes künstlich. So werden deine Inhalte hohl und deine Texte bekommen einen Plastikgeschmack beim Lesen.

Ein gutes Expertinnen-Buch, das langfristig auf deine Sichtbarkeit, deine Kundenbindung und deine Expertise einzahlt entsteht eben nicht nur durch das schnelle Produzieren von Text. Es geht dabei um das Entwickeln und Weiterentwickeln deiner individuellen Gedanken, die durch deine persönlichen Erfahrungen und Reflexion entstehen.

Was KI beim Buch schreiben nicht für dich übernehmen kann

Viele von der KI generierten Texte wirken (zumindest noch) sehr glattgebügelt und folgen gerne gefälligen Mustern. Verständlich, immerhin bildet die KI ja gewollt einen möglichst grauen Einheitsbrei – so ist sie programmiert! Sogar in Zeitungen und Zeitschriften von gestandenen Journalisten und Journalistinnen stoße ich mittlerweile auf Formulierungen, bei denen ich denke : „das ist so typisch – ich halte es nicht aus!“. Für Expertinnen kann das gefährlich sein, denn gerade deine Sichtbarkeit auf dem Coaching-, Beraterinnen- oder Speaker-Markt entsteht ja gerade NICHT durch Beliebigkeit. Menschen erinnern sich an dich, wenn du eine klare Kante zeigst und nicht weichspülte Formulierungen widerkaust! Wir empfehlen Autorinnen weiter, die etwas zu sagen haben und erinnern uns nicht an Texte, die niemandem weh tun.

So leistungsfähig KI also inzwischen geworden ist: Einige der wichtigsten Aufgaben bleiben bei dir:

1. Deine Haltung

Fakten und das Wissen dieser Welt gibt es heute überall. Was Leserinnen interessiert, ist deine Sicht auf die Dinge. Gerade dort entsteht die Einzigartigkeit deines Buches.

  • Welche Erfahrungen haben deine Perspektive geprägt?
  • Welche Überzeugungen vertrittst du?
  • Wo widersprichst du dem Mainstream?

2. Deine Positionierung

Ein gutes Expertinnenbuch zeichnet sich nicht dadurch aus, dass es möglichst viel Wissen enthält. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es einen klaren Standpunkt hat. Positionierung bedeutet immer auch, Entscheidungen zu treffen. Und jede Entscheidung für etwas beinhaltet nun einmal auch deine Haltung gegen etwas. Diese Entscheidungen kann keine KI für dich treffen.

3. Deine Glaubwürdigkeit

Ein Buch ist nur der Anfang. Danach folgen vielleicht Podcast-Interviews, Vorträge, Workshops oder Kundengespräche. Spätestens dort zeigt sich dann, ob die Gedanken wirklich deine eigenen sind, oder ob sie lediglich für dich formuliert wurden.

Ich glaube nicht, dass Autorinnen Angst vor KI haben müssen. Ich glaube aber auch nicht, dass KI das Schreiben eines guten Buches automatisieren wird. Denn die eigentliche Herausforderung liegt darin klipp und klar herauszuarbeiten, wo du stehst, wen du erreichen möchtest und was du wirklich zu sagen hast. KI kann dir helfen, schneller voranzukommen, indem sie dich beim Strukturieren, Recherchieren und Sortieren unterstützt. Aber warum dein Buch geschrieben werden sollte, kann zum Glück nur eine beantworten: Du

Welche Rolle sollte KI in deinem Buchprojekt spielen?

Du möchtest herausfinden, welche Rolle KI in deinem Buchprojekt sinnvoll spielen kann? Dann lass uns schnacken.
Im Kickstart: Buch-Projekt entwickeln wir gemeinsam das, was KI alleine nicht für dich übernehmen kann: eine klare Positionierung, ein tragfähiges Buchkonzept und eine Botschaft, die wirklich zu dir passt.

Teile gerne diesen Beitrag!

Kostenlose Checkliste:
Buch-Projekt

5 Steps, die es wirklich braucht, um deinen Traum vom Buch endlich umzusetzen! 

Hier für 0€ downloaden

Über mich

Melanie Eschle - Expertinnen-Buch

Hey, ich bin Melanie!

…selbständige Marketingberaterin, Ghostwriterin und Buchautorin.
Ich will erreichen, dass endlich mehr tolle Frauen wie du, die etwas draufhaben, mit ihrem Wissen sichtbar werden. Damit du und all die anderen Expertinnen da draußen die Anerkennung erhalten, die sie verdienen. Leicht, selbstverständlich und ohne das Gefühl, immer allein kämpfen zu müssen. Mehr zu mir…

Weitere Artikel