Warum so viele selbstständige Frauen ihr Buch nicht schreiben und was wirklich dahintersteckt

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Warum so viele selbstständige Frauen ihr Buch nicht schreiben und was wirklich dahintersteckt

„Ich würde ja total gern ein Buch schreiben. Aber gerade passt es zeitlich einfach nicht.“ Den Satz höre ich ständig, und ich kann ihn sogar gut nachvollziehen, denn Selbstständigkeit hat recht selten Platz für„Ich setz mich mal gemütlich zwei Stunden hin“, sondern besteht statt dessen eher aus Kund*innen, Content, Familie, Admin, Kopf voll und  – schwupdiwupp – Tag weg.


Nur ist Zeit in vielen Fällen gar nicht der eigentliche Engpass, sondern eher die allgemein akzeptierte Begründung, die man sagen kann, ohne dass es unangenehm wird. „Ich habe gerade keine Zeit“ klingt nach Organisationsproblem oder im besten Fall sogar nach florierendem Business. „Ich zweifle an mir“ klingt dagegen nach einem innerem Thema und ist schon gar nicht mehr so cool. Und genau da liegt bei vielen der Knackpunkt, auch wenn der sich erstmal nicht so hübsch in den Kalender eintragen lässt.

Der offiziell akzeptierte Grund: Zeit

Ein Buch wirkt nämlich nicht nur wie Arbeit, sondern wie ein Berg, da bin ich ganz bei dir. Viele Seiten, viele Entscheidungen, viele offene Fragen, und irgendwo dazwischen die romantische Vorstellung vom Schreibflow, der sich bitte pünktlich um 9:30 Uhr einfindet, während du in einer Hütte am Meer sitzt und jemand anders deine Rechnungen macht.
In der Realität sitzt du eher zwischen zwei Terminen, hast noch drei Sprachnachrichten offen und fragst dich, ob man ein Kapitel auch in „kurz mal eben“ schreiben kann. Spoiler: eher nicht.

ABER: Zeit ist planbar. Zeit kann man rechnen, blocken, verteilen, realistisch einschätzen. Und das, was sich bei vielen wie „Zeitmangel“ anfühlt, ist oft etwas anderes: nämlich ein diffuses Gemisch aus Überforderung, Unklarheit und dem leisen Gefühl, dass man sich mit einem Buch ziemlich weit aus dem Fenster lehnt.

Zeit ist ein Organisationsproblem. Zweifel sind ein Identitätsthema.

Wenn Zeit wirklich das Hauptproblem wäre, hätten sehr viele strukturierte, disziplinierte Unternehmerinnen längst Bücher veröffentlicht. Haben sie aber nicht. Das sollte uns zumindest neugierig machen.

Der unausgesprochene Grund: „Darf ich das überhaupt?“

Und dann sind wir beim unangenehmen Teil, der selten als Erstes ausgesprochen wird: „Wer bin ich denn, ein Buch zu schreiben?“ Ich sehe das gerade bei Frauen immer wieder: Der Imposter-Moment, die Selbstzweifel, dieses innerliche Abwägen, ob man wirklich „das Recht“ hat, sich so klar zu zeigen.

Ein Buch ist nicht einfach nur ein längerer Blogartikel, sondern ein Statement mit deinem Namen drauf. Du veröffentlichst nicht nur Wissen, du positionierst dich. Und Positionierung ist für viele die eigentliche Mutprobe, gar nicht so sehr das Schreiben.

Ein Buch ist kein Text. Es ist ein öffentliches Bekenntnis.

Sobald dein Name auf dem Cover steht, sagst du: Dafür stehe ich. So denke ich. So arbeite ich. Genau das macht es kraftvoll – und genau das macht es für viele auch beängstigend.

„Es gibt doch schon so viele Bücher dazu“

Dazu kommt dieser Klassiker. Natürlich gibt es dein Thema schon. Es gibt auch viele Restaurants, viele Podcasts, viele Coachings. Und trotzdem entscheiden sich Menschen für ganz bestimmte. Nicht, weil das Thema neu ist, sondern weil die Perspektive stimmt. Weil sie dir glauben. Weil du Dinge so erklärst, dass es bei ihnen klickt. Weil dein Erfahrungswissen nicht aus einer KI-Zusammenfassung besteht, sondern aus echten Fällen, echten Fehlern, echten Learnings, und weil du die Fähigkeit hast, daraus eine klare Linie zu bauen. Menschen kaufen selten ein „Thema“. Menschen kaufen Orientierung und Lösungen. Und genau das kann ein Buch liefern, wenn du dich traust, es nicht als Lexikon zu schreiben, sondern als klare Antwort auf ein klares Problem.

Deine Perspektive ist kein Duplikat

Dein Denken ist nicht kopierbar. Deine Haltung nicht automatisierbar. Und deine Art, Komplexität zu sortieren, ist genau das, was dich von anderen und vor allem von der KI unterscheidet.

Der Perfektionismus im Tarnanzug

Was viele zusätzlich ausbremst, ist dieser Perfektionismus, der sich natürlich nicht als solcher zu erkennen gibt. Das wäre zu einfach! Der sagt nicht: „Ich will perfekt sein“, sondern: „Wenn ich schon ein Buch schreibe, dann muss da alles rein.“ Alles Wissen, alle Aspekte, alle Nebenpfade, alle Einwände, alle Beispiele. niemand soll sagen können „das hat sie jetzt aber vergessen“ ….
Und dann wird aus dem Expertinnenbuch eine Enzyklopädie, in der du jedes Thema nochmal polierst, dich wund-recherchierst oder von KI-Kommentaren in den Wahnsinn getrieben wirst während du längst hättest veröffentlichen können. Ein Expertinnenbuch ist aber kein Denkmal und auch keine Lebensaufgabe. Es ist ein Tool. Ein Projekt, das per Definition einen Anfang, eine Mitte und auch ein Ende hat. Und vor allem: mit einem klaren Nutzen für dein Business.

Ein Expertinnenbuch ist kein Lebenswerk. Es ist ein strategisches Werkzeug.

Dein Buch soll wirken. Dir Türen öffnen, Gespräche auslösen und dir Sichtbarkeit schaffen. Und dich nicht jahrelang beschäftigen.

Der ehrliche Test

Wenn du wissen willst, ob bei dir wirklich die Zeit der Engpass ist oder ob du gerade etwas anderes „Zeit“ nennst, dann stell dir eine Frage, die unbequem sein könnte: Wenn dir jemand garantieren würde, dass dein Buch funktioniert, dass es dich sichtbar macht, dass es Türen öffnet und dass du danach nicht im Marketing-Nirvana verschwindest, würdest du dann immer noch sagen: „Gerade passt es zeitlich nicht“? Oder würdest du anfangen, Prioritäten neu zu sortieren? 

Drei Fragen, die Klarheit bringen

Schreib dir – wirklich schriftlich – diese drei Punkte auf:

  • Welches konkrete Problem löst mein Buch?
  • Welche Wirkung soll es für mein Business haben?
  • Wovor habe ich mehr Angst: vor dem Zeitaufwand oder vor der Sichtbarkeit?

 

Wenn du diese Fragen ehrlich beantwortest, merkst du sehr schnell, ob du gerade ein Projekt planst oder ob du dich selbst klein hältst.

Und wenn du spürst, dass da mehr drin ist als nur ein voller Kalender, dann lass uns schnacken. – oder komm in meinem Online-Workshop zum Thema : Zeitmanagement für dein Buchprojekt am 25.03.

Schreib schön

Deine Melanie 

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Über mich

Melanie Eschle - Expertinnen-Buch

Hey, ich bin Melanie!

…selbständige Marketingberaterin, Ghostwriterin und Buchautorin.
Ich will erreichen, dass endlich mehr tolle Frauen wie du, die etwas draufhaben, mit ihrem Wissen sichtbar werden. Damit du und all die anderen Expertinnen da draußen die Anerkennung erhalten, die sie verdienen. Leicht, selbstverständlich und ohne das Gefühl, immer allein kämpfen zu müssen. Mehr zu mir…

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